bsw Patenschaft in Tansania

Damit ist nicht gemeint, dass ab sofort Halbleitertests in Tansania verkauft werden. Durch Kontakt zum Herrenberger Verein time2help e.V. erfuhren wir über deren Hilfsprojekt in Tansania. Schnell wurde uns klar, dass wir dies gerne unterstützen möchten. Wir möchten hier ganz konkret durch eine Patenschaft den weiteren Lebensweg eines Kindes sichern und gleichzeitig dadurch auch die Tätigkeit des LWCC und der Yakini Schule.

Das Living Water Children’s Centre (LWCC)

Das Living Water Children’s Centre wurde 2003 von Familie Kimaro gegründet. Heute ist es ein liebevolles Zuhause für über 100 Kinder (4 bis 14 Jahre) aus schlimmsten Verhältnissen, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Stammeszugehörigkeit. Viele dieser Kinder sind Aidswaisen, andere wurden von ihren Familien vernachlässigt, verstoßen misshandelt oder missbraucht.
In Living Water wird das Wort „Waise“ nicht verwendet, denn alle Kinder gehören zur Living Water-Familie und sind daher Brüder und Schwestern. Die Kinder nennen Herrn und Frau Kimaro „Mama“ und „Papa“, deren Söhne rufen sie „Onkel David“ und „Onkel Walter“. Außerdem kümmern sich zwei weitere bedienstete „Mamas“, mit großer Aufopferung, rund um die Uhr um ihre kleinen Schützlinge.
Das Living Water Children‘s Centre befindet sich in Ngulelo, 6 km östlich von Arusha. Es handelt sich um eine, beim Innenministerium Tansanias registrierte Wohltätigkeitsorganisation, die ausschließlich aus Spenden finanziert wird. Für private Waisenhäuser in Tansania gibt es keinerlei staatliche Unterstützung!
 

Die Yakini Primary School (Yakini Grundschule)

Um für alle Kinder des Living Water Children’s Centre eine gute Schulbildung zu ermöglichen, gründete Familie Kimaro 2008 die Yakini Primary School (Yakini Grundschule).
Innerhalb von wenigen Jahren ist durch kontinuierliche Erweiterung aus der kleinen Grundschule ein Campus mit knapp 550 Schülern geworden. Viele davon sind Waisen, doch auch Kinder aus der Umgebung besuchen die Schule, sodass die Living Water Kinder (ca. 60 von den oben genannten 100 besuchen Yakini) unabhängig von ihrer Vergangenheit wieder in die Gesellschaft integriert werden.
Die Schule richtet sich nach dem Bildungs- und Lehrplan des Bildungsministeriums in Tansania. Zusätzlich erhalten alle Kinder die bestmögliche Förderung in der englischen Sprache. Alle Schulfächer werden ausschließlich auf Englisch unterrichtet, mit einer Ausnahme: dem Fach Suaheli, der Landessprache. Diese englische Ausbildung ist in Tansania sonst nur teuren Privatschulen vorbehalten. Die Kinder starten nach der 7-jährigen Grundschulzeit also im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die von staatlichen Schulen kommen, ihren Weg in die weiterführende Schule mit großem Vorsprung.
Bei den jährlichen, staatlichen Prüfungen zeichnen sich die Schüler fortlaufend mit überdurchschnittlichen Leistungen aus. Die Yakini Schule ist stolz auf die mittlerweile über 20 engagierten, hingebungsvollen und fürsorglichen Lehrer , die das Beste aus den Kindern herausholen.

Neema

Viele Tansanianer werden nicht in Krankenhäusern geboren, weshalb sie oft nicht offiziell registriert sind. Gerade bei Waisen sind deshalb die Informationen oft sehr lückenhaft. Für die Verbreitung an dieser Stelle folgen wir der Philosophie des LWCC, das aus rechtlichen als auch ethischen Gründen bestimmte Informationen vertraulich behandelt. Auch von unserem neuen Patenkind Neema sind nur bedingt Informationen bekannt:

Neema wurde vermutlich 2010 geboren, Informationen zu Eltern oder Geschwister sind unbekannt. Sie kommt aus einer Gegend namens Mbeya im Süden Tansanias. Als ihre Eltern starben, gab es niemanden, der sich um sie kümmerte. Der Dorfvorsteher ihres Heimatdorfes brachte sie im Februar 2015 ins Living Water Children Center. Dort besucht sie zunächst die Vorschule und wird voraussichtlich 2017 eingeschult.